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Das Zeichen des Jona

Wie lange war Jesus im Grab?


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1. Kapitel


Drei Tage und drei Nächte

Klicken Sie auf das Bild, um das Buch in den Einkaufswagen zu legen. "Wie lange war Jesus im Grabe?" Diese Frage wird immer wieder gestellt, obwohl doch schon Jesus noch vor seinem Tod eine eindeutige Antwort darauf gegeben hat. Als einige Schriftgelehrte und Pharisäer von Jesus ein Zeichen forderten, sprach er zu ihnen, daß sie "kein Zeichen" sehen sollten

"als nur das Zeichen Jona's des Propheten. Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte in dem Bauch des großen Fisches war, so wird auch der Sohn des Menschen drei Tage und drei Nächte im Herzen der Erde sein" (Matthäus 12, 40; vergleiche Jona 2, 1).

Nun wurde Jesus nach kirchlicher Tradition am Abend des Karfreitag begraben und stand am Ostersonntagmorgen wieder auf. Von Freitagabend bis Sonntagmorgen sind aber nur zwei Nächte und ein Tag vergangen. Selbst wenn Jesus nicht drei volle Tage und drei volle Nächte im Grab gewesen wäre, müßte er seinen eigenen Worten zufolge mindestens einen Teil der dritten Nacht und des dritten Tages noch in der Gruft gelegen haben. Allein schon aus diesem Grunde lässt sich die Karfreitag-Ostersonntagmorgen-Tradition mit dem Zeichen des Jona auf gar keinen Fall vereinbaren. Hat also Jesus sich geirrt? Die Folgen wären fatal!

Indes geht aus den Evangelien schlüssig hervor, daß Jesus tatsächlich drei volle Tage und drei volle Nächte im Felsengrab lag. In Markus 8, 31 sowie 9, 31 und 10, 34 spricht Jesus davon, daß er "nach (griechisch: metá) drei Tagen auferstehen" werde, was die Pharisäer in Matthäus 27, 63 gegenüber Pilatus wiederholen. In den Parallelstellen - Matthäus 16, 21 (Lukas 9, 22), Matthäus 17, 23 und Matthäus 20, 19 (Lukas 18, 33) - bekundet Jesus, daß er "am dritten Tag" (im Griechischen: Dativ ohne Präposition) auferstehen werde. Schließlich spricht Jesus in Johannes 2, 19 davon, daß er den Tempel seines Leibes (Vers 21!) abbrechen und "in (griechisch: én) drei Tagen" aufrichten werde, was die falschen Zeugen in Matthäus 26, 61 (Parallelstelle: Markus 14, 58) mit "durch" (griechisch: diá) "drei Tage hindurch" wiedergeben, wobei diá im Griechischen die Bedeutung bis zum Ende von und nach hat.

Alle genannten Bibelstellen stimmen miteinander überein und ordnen sich dem Zeichen des Jona unter, so daß Jesus gemäß mathematischer Logik exakt drei Tage und drei Nächte - 72 Stunden - in der Felsengruft war. Denn wenn Jesus am dritten Tag auferstand, kann er nicht vier Tage im Grabe gelegen haben, jedoch müssen es mindestens drei volle Tage gewesen sein, weil Jesus erst nach drei Tagen auferstand, so daß er also wahrhaftig genau drei Tage und drei Nächte "im Herzen der Erde" war.

Dieser Logik ordnet sich nun auch nahtlos der "dritte Tag" in der bekannten Stelle aus Lukas 24, 21 unter, wonach die Emmaus-Jünger dem auferstandenen Herrn am "ersten Wochentag" sagten (wörtlich):

"Und mit diesem allem fügt es sich, daß dieser (heute der) dritte Tag (verstrichen) ist, seit diese Dinge geschehen (=vollendet) sind."

An jenem "ersten Wochentag" (Vers 13 verglichen mit Vers 1) waren also seit Jesu Tod am Pfahl schon drei Tage vergangen. Wäre Jesus wirklich an einem Freitagabend ins Grab gelegt worden, dann wäre er den Frauen, die zum Grabe kamen, jedenfalls nicht an diesem Sonntagmorgen als Auferstandener erschienen, sondern frühestens - drei Tage und drei Nächte später - am folgenden Montagabend.

Wir haben also allen Grund, nicht an Jesus, sondern vielmehr an der kirchlichen Tradition, wonach Jesus an einem Freitag gestorben sein soll, ernsthaft zu zweifeln.

 
Das Zeichen des Jona - 72 Seiten, 6 Abbildungen, 1 Tabelle, broschürt

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